Blässhuhn, Fulica atra
Blässhuhn, Fulica atra

 

 

Blässhuhn

 

Das Blässhuhn (Fulica atra) ist eine Art aus der Familie der Rallenvögel. Es wird auch Blässralle genannt und auch die alte Schreibweise mit e (Blesshuhn, Blessralle) ist noch häufig anzutreffen. Regionale Namen sind Wasserhuhn, Rohrhuhn, Duckente, Huhent, Belche, Blesse, Bölle, Böichn, Hurbel, Lietze, Zappe und Taucherli (Schweiz).

 

Erscheinungsbild

 

Das Blässhuhn (gr.: podubrin = „Blässhuhn“) verfügt über ein schwarzes Gefieder, das am Kopf etwas dunkler ist als am Rumpf; einen weißen, relativ spitzen Schnabel und einen weißen Schild auf der Stirn. Dieser Blesse verdankt der Vogel seinen Namen. Er erreicht eine Länge von rund 38 cm. Ferner hat das Blässhuhn rote Augen. Männliche Tiere, erkennbar am größeren Hornschild, erreichen ein Gewicht von bis zu 600 Gramm. Die Weibchen werden bis zu 800 Gramm schwer. Das Blässhuhn kann ca. 15 Sekunden tauchen.

 

Blässhühner sind gute Schwimmer und Taucher. An ihren kräftigen grünen (manchmal auch gelben und grauen) Beinen befinden sich drei Schwimmlappen an jeder Zehe (keine durchgehenden Schwimmhäute) mit denen sich der Vogel beim Tauchen gut abstoßen kann um am tiefer wachsende Pflanzen u. a. heranzukommen. Das Tauchen wird jeweils durch einen charakteristischen Kopfsprung im Wasser selbst eingeleitet. Der Übergang zwischen Land- und Wasserbewegung erfolgt stetig und fließend.

 

An Land ähnelt die Bewegung des Vogels bis hin zum suchenden Picken teils dem Haushuhn, beim langsamen Schwimmen erfolgt während der Schwimmbewegung ein Nicken, dies entfällt bei schnelleren Bewegungen.

 

Verbreitungsgebiet und Lebensweise

 

Das Blässhuhn ist weit verbreitet. Von Mitteleuropa, Osteuropa und Nordafrika bis nach Sibirien und Australien erstreckt sich das Verbreitungsgebiet. Das Blässhuhn gilt nicht als gefährdete Art.

 

Es werden flache Teiche, Seen, Feuchtgebiete und langsam fließende Gewässer mit vielen Wasserpflanzen und einem Schilfgürtel (Marsch, Sumpf, Auwald, Verlandung) bevorzugt. Blässhühner ernähren sich von Pflanzenteilen (Wasserpflanzen und Algen tauchend, Gräser an Land etc.) und Kleintieren (Insekten, Muscheln etc.), die Nahrungssuche findet sowohl im Wasser als auch im Ufer- und Marschbereich, seltener an Land statt.

 

Der Nestbau erfolgt im Schilf oder auch auf einer im Wasser gelegene Strohinsel, gern auch auf totem Geäst. Es werden 4 bis 12 Eier gelegt, die über 21 bis 23 Tage bebrütet werden. Die Küken und Jungtiere verbleiben als Nestflüchter 40 bis 60 Tage im oder am Nest. Die Küken sind zunächst grauschwarz gestreift mit rötlichem Kopf, später beinahe schwarz mit weißer Brust. Der Kopfschild ist bei den Jungtieren noch nicht ausgeprägt.

 

Das Brutpaar verteidigt das nähere Revier/Umfeld der Küken bzw. des Nestes während der Brut- und Aufziehphase, allzu aufdringliche Enten etwa werden durch Anschwimmen oder flügelschlagend auf dem Wasser laufend verjagt, im nächsten Moment allerdings wieder toleriert. Eine Scheu vor Menschen ist analog Enten, Schwänen und Möwen, mit denen es oft den Lebensraum teilt, nicht wirklich vorhanden.

 

Bei Erregung geben Blässhühner schrill fiepende (lang andauernde) oder piepsende (kurze) Laute von sich.

 

Das Überwintern erfolgt in Gruppen, auch zusammen mit sonstigen Wasservögeln, auf eisfreien Wasserflächen, teils allerdings auch wandernd.

 

 

 

 

Quelle: wikipedia.de

 

 

 

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Dieses Bild basiert auf dem Bild Blässhuhn Fulica atra Richard Bartz.jpg aus der freien Mediendatenbank Wikimedia Commons und steht unter der Creative Commons Attribution ShareAlike 2.5. Der Urheber des Bildes ist Richard Bartz.

 

 

 

 

Öffnungszeiten

Fischerhütte

 

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